Schneller kochen – Teil 1 die Küche

Weniger Zeit in der Küche zu verbringen ist der Wunsch vieler Menschen.  Die vielen Bücher mit Blitzrezepten, Gerichte in 20 Minuten usw. setzen meiner Meinung nach zu spät an. Um schnell zu kochen müssen auch die Voraussetzungen geschaffen werden. Hier der 1. Teil zum Thema schnell kochen.

1. Küchengestaltung

An dem grundlegenden Aufbau der Küche werden die meisten wohl nichts mehr ändern können. In Mietwohnungen ist die Küche einfach da bzw. die Anschlüsse für Gas, Strom, Wasser und Abwasser lassen wenig Spielraum.

In meiner Küche ist der Wasserhahn fest in die Wand eingelassen und obendrein befindet sich auch noch der Anschluss für die Waschmaschine in der Küche. Dass die Küche keine rechtwinklige Ecke hat ist da auch nur noch nebensächlich.

Die Arbeitsbereiche in der Küche

Die Arbeiten in der Küche lassen sich in einzelne Arbeitsbereiche aufteilen.

1. Vorbereiten

2. Kochen

3. Spülen

Diese 3 Hauptbereiche sollten in der Küche so gut wie möglich von einander abgegrenzt sein. Stellen Sie sich vor sie würden zu dritt in der Küche arbeiten und könnten ihren Aufgabenbereich (Vorbereiten, Kochen, Spülen) erledigen ohne in die anderen Bereiche einzugreifen. Diese klare Trennung erspart ihnen „Lauferei“ und es besteht die Möglichkeit mehrere Dinge parallel zu erledigen.

2. Weniger ist mehr.

Im Laufe der Jahre sammeln sich so allerlei Kleinigkeiten in einer Küche an. Darunter sind viele Dinge die eigentlich so unnötig wie ein Loch im Topf sind und die niemand benutzt. Dieser Ballast muss aus den Schränken raus.

Bewährt hat sich diese Vorgehensweise.

1) Alle Schränke ausräumen und dabei schon das erste mal sortieren.

  1. Schrott: Hierzu zählt alles was man nicht braucht / benutzt.
  2. Könnte man noch…: Alles was man irgendwann mal noch gebrauchen könnte. Altes angeschlagenes Geschirr das nur noch zum Grillen im Garten taugt. Das Fondue das Weihnachten vor 3 Jahren das letzte Mal benutz worden ist.
  3. Lebensnotwendig: Die Dinge die man wirklich braucht.

2) Den „Schrott“ entsorgen, so entgeht man der Versuchung den Krempel doch wieder einzuräumen.

3) Das einräumen der Schränke kann etwas Schwierigkeiten bereiten weil man sich jetzt unter Umständen von alten Gewohnheiten trennen muss. Das Ziel ist es „schneller in der Küche zu arbeiten“. Einer der unnötigen Zeitfresser ist das zusammensuchen der Küchenutensilien. Wir achten beim einräumen der Schränke jetzt darauf das alles vom entsprechenden Arbeitsplatz aus in Griffweite ist.

Klingt eigentlich ganz Logisch, oder?

Während dem Einräumen sollte man sich immer wieder ein wenig hinterfragen. Ein Klassiker ist: „Warum braucht ein Mensch mit 2 Händen und einem Herd mit 4 Platten 6 Kochlöffel in der Schublade“.

Die  „Einzugsmethode“.

Diese Methode ist nicht für jeden praktikabel aber sehr effektiv. Bei dieser Methode wird die Küche im Laufe mehrerer Tage wieder eingeräumt. Bei dieser Einzugsmethode werden nur die Dinge wieder in die Schränke eingeräumt die auch wirklich benutzt worden sind. Für die unentschlossenen und Sammler ist das eine sehr gute Möglichkeit die wirklich wichtigen Dinge zu finden.

Nachdem wir nun die wichtigen Dinge wieder eingeräumt haben widmen wir uns dem übrig gebliebenen. Hier bietet sich an einer Schatzkiste anzulegen in die der ganze Kleinkram hinein wandert den man vielleicht mal wieder gebrauchen könnte. Somit hat man eine „zentrale Anlaufstelle“ in der Küche. Die größeren Dinge werden nun hinten in den Schränken verstaut oder gar in beschrifteten Kisten in den Keller oder die Abstellkammer ausgelagert.

Nach dieser zugegebenermaßen aufwendigen Aktion wurde eine strukturierte Küchenwelt geschaffen die ein effektives Arbeiten erst ermöglicht.

3. Ordnung halten

Nachdem nun viel Zeit für die Neustrukturierung der Küche aufgewendet wurde ist es wichtig diese neue Ordnung konsequent aufrecht zu erhalten und zu verbessern.

Merke: Wichtiges nach Vorne in Griffweite!!

4. Das Küchenwerkzeug in Schuss halten

Küchenhelfer sind eine tolle Sache. Manche unterliegen einer natürlichen schleichenden Abnutzung.

  • Sind die Küchenmesser, Reiben oder Sparschäler noch scharf?
  • Sind die Beschichtungen an den Pfannen noch intakt?

Abgenutzte oder defektes Küchenwerkzeug muss kontinuierlich in Stand gesetzt oder erneuert werden. Das erhöht nicht nur den Spaßfaktor des Kochens es kann dadurch auch einige Zeit eingespart werden.


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